Weltschulden- und Kreditkrise

15. März 2023 09:44

Jede Schuldenkrise beginnt mit unbeachteten Warnungen und endet mit starken Beschränkungen für Investitionen unter anderem in Bildung, Gesundheit und Infrastruktur. Diese Krisen lösen oft zivile Unruhen und den Zusammenbruch der Regierung aus, was die Wachstumsaussichten des betroffenen Landes nachhaltig beeinträchtigt.

Im Zuge der COVID-19-Pandemie ist die globale Verschuldung in die Höhe geschossen. Heute sind 58 Prozent der ärmsten Länder der Welt in einer Schuldenkrise oder hochgradig davon bedroht, und die Gefahr breitet sich auch auf einige Länder mit mittlerem Einkommen aus. Hohe Inflation, steigende Zinsen und nachlassendes Wachstum haben die Voraussetzungen für Finanzkrisen geschaffen, wie sie Anfang der 1980er Jahre eine Reihe von Schwellenländern erfassten.

Aber es wäre ein Fehler, der Pandemie die Schuld zu geben, falls diese Krisen eintreten sollten. Die Saat wurde lange vor COVID-19 gesät. Zwischen 2011 und 2019 stieg die Staatsverschuldung in einer Stichprobe von 65 Entwicklungsländern um durchschnittlich 18 Prozent des BIP – und in mehreren Fällen um viel mehr. In Subsahara-Afrika stieg die Verschuldung beispielsweise um durchschnittlich 27 Prozent des BIP.

Laut einigen maßgeblichen Quellen ist der Zusammenbruch des bestehenden Finanzsystems unvermeidlich.
Ist dies Ihrer Meinung nach ein wichtiges und wachsendes Problem und wie kann es Ihrer Meinung nach gelöst werden?